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Wie sieht die Therapie der Erkrankung aus?

Die Behandlung des M. Behçet richtet sich nach der Schwere der vorhandenen Organbeteiligungen. Liegt ein ausschließlicher Befall von Haut- und Schleimhäuten vor, reicht meist eine Behandlung mit niedrig dosiertem Cortison und Colchicin.

Bei schwereren Verläufen mit Beteiligung der Gelenke, ausgeprägterer Vaskulitis der Haut, Thrombosen, oder leichteren Formen der Augen oder Magen-Darm-Beteiligung, kommt in erster Linie Azathioprin in Kombination mit Cortison zum Einsatz, alternativ zum Azathioprin wird oft gerade bei der Augenbeteiligung Cyclosporin A (CSA) eingesetzt.

Bei schweren Verläufen, vor allem am Auge, ist Interferon-alpha 2a sehr gut wirksam.

Bei therapierefraktären Verläufen, das heißt, wenn die oben genannten Behandlungen nicht ausreichend wirken, kommen in letzter Zeit zunehmend die Tumor-Nekrose-Faktor-Antagonisten zum Einsatz, alternativ Zytostatika wie Cyclophosphamid und Chlorambucil. Letztere werden als erste Behandlung zusammen mit hochdosiertem Cortison bei der Beteiligung des Zentralen Nervensystems eingesetzt.In Einzelfällen wurde erfolgreich eine autologe Blut-Stammzelltransplantation durchgeführt.



Therapie